Daniel Kehlmann, Arno Geiger, Thomas Glavinic, Dimitre Dinev, Sabine Gruber, Kathrin Röggla, Xaver Bayer, Thomas Raab. So las sich das erste O-TÖNE Programm vor vier Jahren. Allesamt Autoren, die 2004 noch nicht die ganz grosse Öffentlichkeit gefunden hatten. Seither ist viel passiert. O-TÖNE Kurator Thomas Keul über das aktuelle Programm:

„Nachdem infolge der Hysterie um den angeblichen Jahrhundertherbst der österreichischen Literatur in der vergangenen Saison mittlerweile bereits bekannte Größen im Fokus der Aufmerksamkeit standen, bieten die Verlagsprogramme des heurigen Jahres, neben den Neuerscheinungen von einigen lang etablierten Namen wie Friederike Mayröcker, Franz Schuh, Gustav Ernst und Norbert Gstrein auch wieder verstärkt die Möglichkeit zur Entdeckung von aufstrebenden Autorinnen und Autoren, die das breite Publikum noch nicht erreicht haben. Andrea Winkler und Angelika Reitzer etwa sind mit ihrem jeweils zweiten Buch gerade dabei, sich in der heimischen Gegenwartsliteratur zu etablieren. Max Blaeulich ist zwar kein Newcomer, ist bis vor wenigen Jahren aber hauptsächlich Insidern bekannt gewesen. Gespannt sein darf das Publikum außerdem auf die neuen Bücher der mehrfach ausgezeichneten Olga Flor und von Xaver Bayer, dem gerade erst der Hermann-Lenz-Preis zuerkannt wurde.“

Im Gegensatz zu literarischen Grossaufgeboten andernorts verleihen die O-TÖNE der einzelnen Lesung Gewicht und Bedeutung. Die AutorInnen stehen im Mittelpunkt, ihnen und ihren Texten gilt die besondere Aufmerksamkeit. Die Lesungen werden in bewährter Weise von namhaften Kritikern und Literaturwissenschaftern eingeleitet, welche die aktuell präsentierten Texte in den Kontext des gesamten vorliegenden Werkes sowie des literarischen Lebens in Österreich stellen.


Konzept und Realisierung: Gabriela Hegedüs und Christoph Möderndorfer, O-TÖNE
Kontakt: office@o-toene.at, Tel. 0660-8123637
Programmauswahl: Thomas Keul, Volltext
Kontakt: thomas.keul@volltext.net

Eine Koproduktion mit dem MuseumsQuartier Wien.