Kontrastreicher waren die O-Töne nie: Mit Gernot Wolfgruber, Peter Rosei und dem soeben mit dem Büchnerpreis ausgezeichneten Walter Kappacher treten drei Autoren bei den O-Tönen auf, die die österreichische Literatur seit den 70er-Jahren wesentlich mitgeprägt haben. Auf der anderen Seite stellen wir die knapp Dreißigjährige Verena Roßbacher mit ihrem viel beachteten Roman „Verlangen nach Drachen“ dem Publikum vor – nicht weniger als 34 Jahre Literaturgeschichte liegen zwischen den Debüts von Wolfgruber und Roßbacher. Die Generation dazwischen ist mit Robert Menasse, Thomas Stangl, Melitta Breznik, Franzobel und Wolf Haas prominent vertreten. Menasse, Breznik und Stangl gehen in ihren neuen Büchern in unterschiedlicher Weise der Verquickung von Geschichte und privatem Leben nach, während sich Franzobel in „Österreich ist schön“ der aktuellen psychopolitischen Verfassung des Landes widmet.
Wolf Haas zielt aufs Überzeitliche und spannt in seinem kommenden Roman, aus dem er bei den O-Tönen erste Auszüge lesen wird, Simon Brenner mit dem lieben Gott zusammen.

Im Gegensatz zu literarischen Großaufgeboten andernorts verleihen die O-TÖNE der einzelnen Lesung Gewicht und Bedeutung. Die AutorInnen stehen im Mittelpunkt, ihnen und ihren Texten gilt die besondere Aufmerksamkeit. Die Lesungen werden in bewährter Weise von namhaften Kritikern und Literaturwissenschaftern eingeleitet, welche die aktuell präsentierten Texte in den Kontext des gesamten vorliegenden Werkes sowie des literarischen Lebens in Österreich stellen.


Konzept und Realisierung: Gabriela Hegedüs und Christoph Möderndorfer, O-TÖNE
Kontakt: office@o-toene.at, Tel. 0660-8123637
Programmauswahl: Thomas Keul, Volltext
Kontakt: thomas.keul@volltext.net

Eine Koproduktion mit dem MuseumsQuartier Wien.