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O-Töne 2017

Das Hauptprogramm der O-Töne versucht in gewohnter Weise die Aufmerksamkeit auf acht herausragende Neuerscheinungen des laufenden Jahres zu lenken. Auch wenn das Spektrum der literarischen Produktion zu breit ist, um es auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, fällt doch auf, dass Geschichte – erinnert, imaginiert oder parabelhaft verdichtet – sowie Anomieerscheinungen der Gegenwartsgesellschaft Autorinnen und Autoren zur Zeit speziell zu beschäftigen scheinen.  Dass „österreichische“ Literatur nicht unbedingt „deutschsprachig“ bedeutet, zeigt sich dieses Jahr an der Abschlusslesung von Florjan Lipus, der sein original auf slowenisch geschriebenes Buch „Seelenruhig“ vorstellt.

Zum zweiten Mal präsentieren die O-Töne dieses Jahr auch eine von Daniela Strigl betreute Debüt-Schiene, die von der weiblichen Lebensbeichte bis zum Bundesheer-Bericht, von der Geistergeschichte bis zur Detektivroman-Persiflage ein weites Feld durchquert. Manche, die hier literarisch debütieren, haben bereits einige Lebenserfahrung, vielleicht auch deshalb wird genau hingeschaut auf prekäre Existenzen, auf die Reibungsflächen, die Lügen und Selbsttäuschungen unseres Zusammenlebens.

 

Konzept und Realisierung

Gabriela Hegedüs und Christoph Möderndorfer

office[at]o-toene.at

Programmauswahl

Thomas Keul, Volltext

thomas.keul[at]volltext.net

Programmauswahl Debüts

Daniela Strigl

Eine Kooperation mit dem MuseumsQuartier Wien.